Die Eignung dieses Gebietes zur Nutzung der Windenergie erkannte auch der RPV Westmittelfranken und wies hier in seiner letzten Fortschreibung einige Vorrangflächen für regionalbedeutsame Windenergieanlagen aus. Unsere Planung befindet sich innerhalb eines solchen Vorranggebietes. Durch umfassende naturschutzfachliche Untersuchungen, einem ökologischen Ausgleichskonzept sowie umfangreichen Prüfungen hinsichtlich zu erwartender Immissionen kann hier ein weiterer, sorgfältig geplanter Beitrag zum Gelingen der Energiewende geleistet werden.
Am 07. November 2024 beschloss der Regionale Planungsverband Westmittelfranken in der 31. Änderung Teilkapitel 6.2.2 die Fortschreibung der Flächenkulisse für die Windenergie und dabei auch die Projektfläche WK 102. Die Idee in diesem Bereich Windenergieanlagen zu Errichten entstand bereits kurze Zeit vorher, weshalb erste Gespräche mit Flächeneigentümern und der Verwaltung geführt wurden.
Der Fokus des Projekts lag von Anfang an auf einer natur- und waldschonenden Planung und Umsetzung. Hierzu haben Fachgutachter das Planungsgebiet umfassend untersucht und die bspw. die vorkommenden Vogelarten, Fledermäuse samt Habitatsstrukturen aufgenommen. Die Ergebnisse wurden bei der Planung berücksichtigt und in einem landschaftspflegerischen Begleitplan festgehalten. Hierin ist auch festgelegt, dass eine Umsetzung des Projektes fachgutachterlich zu betreuen ist.
Unter Berücksichtigung zahlreicher weitere Kriterien können im Projektgebiet vier modernste Windenergieanlagen des Herstellers Nordex positioniert werden. Die Anlagen verfügen über eine Nennleistung von 6,8 MW je Anlage. Der Rotordurchmesser dieses Anlagentyps beträgt 175 m. Während des Genehmigungsverfahrens am Landratsamt Neustadt an der Aisch – Bad Windsheim wurde eine Bauhöhenbeschränkung aus militärischen Gründen festgestellt, weshalb die Nabenhöhe von 179 m auf 162,5 m reduziert wurde.
Das Verfahren wurde im November 2025 positiv abgeschlossen.
Um der Natur ausreichend Zeit zu geben, wurden bereits Ende 2025 erste CEF-Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen umgesetzt.
Um die Eingriffe fortwährend weiter zu minimieren, stehen wir im Austausch mit benachbarten Windkraftplanungen und suchen zusammen nach möglichen Synergien.
Planmäßig sollen die Flächen im Winterhalbjahr 26/27 vorbereitet und die Projektumsetzung gestartet werden.